Sieben auf einen Streich

16.August.2020 17:06:00

Im Rahmen ihres 150-Jahr Jubiläums lädt die SAC Sektion Toggenburg im August und September ein, das Toggenburg in 11. Etappen zu Fuss zu erleben. Von einfachen Familienwanderungen über Alpinrouten bis hin zu anspruchsvollen Touren: Die Toggenburg Rundtour bietet für jeden etwas.

Als Königsetappe darf unweigerlich die Überschreitung aller sieben Churfirstengipfel in einem Tag gezählt werden. Mehr als zwanzig Wanderbegeisterte verschiedener Altersgruppen hatten sich für dieses Abenteuer gemeldet. Mit 2350 Meter Auf- und knapp 3680 Meter Abstieg und einer Länge von knapp 21 km wartete eine anspruchsvolle Tour auf die Teilnehmenden. Nicht nur Trittsicherheit, sondern eine gute körperliche Verfassung und Durchhaltewillen waren gefordert. 

Um 6.20 Uhr nahm die Gruppe auf dem Chäserrugg, angeleitet von Fritz Giger, die 3. Etappe der Toggenburger Rundtour unter die Füsse. Der erfahrene SAC Tourenleiter führte die Teilnehmenden kompetent und mit viel Humor durchs anspruchsvolle Gelände. Dabei achtete er stets darauf, dass die Gruppe ein gleichmässiges Tempo hielt. Bereits zuvor hatte er angekündigt: «Wir werden uns nur kurze Pausen gönnen und deshalb nicht zu lange auf den Gipfeln verweilen.» Aus eigener Erfahrung weiss Fritz Giger, dass das Tempo und die Konstanz entscheidend für den Erfolg dieser Tour sind. Schliesslich ist dies nicht seine erste Churfirsten Überschreitung. «Ich will Euch ja nicht hetzen, aber wir müssen weiter», lachte Fritz jeweils und setzte zum nächsten Gipfel an. 

Wie immer spielt auch das Wetter eine massgebende Rolle bei einer solchen Tour. An diesem Tag strahlte die Sonne mit den Wanderinnen und Wandern um die Wette. Im Laufe des Nachmittages zogen jedoch über den Glarner Alpen und dem Alpstein Gewitter auf. Doch das Wetter über den Churfirsten blieb stabil und so durften die Teilnehmenden kurz nach 18 Uhr glücklich den letzten der sieben Gipfel, den Selun erklimmen. Mit einem sanften Abstieg über grüne Weiden endete die 3. Etappe der Toggenburg Rundtour nach 12 Stunden Marschzeit. Für viele der Teilnehmer ging damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung – eine Tour, an die sie sich noch lange erinnern werden.

Text: Monika Heeb
Fotos: Monika Heeb, Reini Wick

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